Henrik von Eckermann & Toveks Mary Lou

Mit dem richtigen Glauben an die Spitze: Henrik von Eckermann siegt im Weltcup von Amsterdam

Manchmal kann Glaube Berge versetzen – das weiß nun auch Henrik von Eckermann. Der Schwede hatte schon einige schnelle Ritte im Stechen des Longines FEI Weltcup Springen vor sich, doch mit der 13-jährigen Westfalen Stute Toveks Mary Lou v. Montendro hat er auch ein erfahrenes Pferd unterm Sattel. “Ich musste daran glauben, dass ich noch schneller sein kann”, so von Eckermann. Und das half. Nach jahrelanger Abstinenz vom Turnier in Amsterdam konnte sich der Schwede gleich im wichtigsten Springen behaupten und zeigte sich beeindruckt von den Veränderungen, die sich seit seinem letzten Besuch ergeben hätten. Mit seinem Erfolg arbeitete sich von Eckermann auf Rang sieben im Weltcup-Ranking vor und ist damit sicher qualifziert – in Bordeaux will er aber dennoch noch mal an den Start gehen.

Zweiter im Weltcup-Springen wurde der Schweizer Pius Schwizer mit dem zehnjährigen Mecklenburger Wallach Cortney Cox v. Carlo. Der Routinier im Sattel hatte sich schon als Sieger geglaubt, wie er später zugab: “Mir ist es gelungen, schnell zu reiten. Mein Pferd ist auch sehr schnell, weil es eine riesen Übersetzung hat. Ich dachte, wenn ich schneller als Daniel bin, dass ich gewinne – aber jetzt bin ich Zweiter.”

Dritter wurde der Deutsche Daniel Deußer, der nun auch die Weltcup-Wertung vor Christian Ahlmann anführt. Er hatte den elfjährigen Zangersheide Hengst Tobago Z am Start und konnte mit ihm die gute Form der letzten Monate fortsetzen.

Begeistert zeigte sich auch Louis Konickx, der Parcoursbauer des Turnier: “Ich habe keine Worte, es war wundervoll. Der erste Umlauf war ok, die Zeit war ok, aber das Stechen war so unglaublich. Dass der Sport so abläuft, war für mich unvorstellbar.”

Das Weltcup-Springen wurde übrigens auch von royalen Augen betrachtet: König Willem-Alexander und seine älteste Tochter Prinzessin Amalia weilten unter den insgesamt 35.500 Zuschauern des Turniers.

Foto: Gardemann