McLain Ward & HH Azur

McLain Ward und HH Azur gewinnen Queen Elizabeth II Cup

McLain Ward (UA) hat mit HH Azur eine der prestigeträchtigsten Prüfungen gewonnen, den Queen Elizabeth II Cup in Spruce Meadows. Das Podest wurde durch seine Teamkollegen Beezie Madden mit ihrem Spitzenpferd Cortes ‘C’ sowie Todd Minikus und Babalou vervollständigt.

Über zwei Runden ging der Atco Power Queen Elizabeth II cup, der mit $400.000 ausgezeichnet war. Parcoursdesigner Santiago Varela (ESP) hatte zunächst ein Zeitspringen für die erste Runde vorgesehen, aus dem die besten zwölf in den zweiten Umlauf kamen. Nur Beezie Madden und McLain Ward gingen dann noch ins Stechen, aus dem Ward als Sieger hervorging. Damit kassierte er $132.000. “Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel”, so Ward. “Ich wollte diese Prüfung schon immer mal gewinnen. Ich war hier schon mit sehr vielen guten Pferden am Start, Sapphire zum Beispiel. Ich bin unglaublich dankbar, dass ich nun dieses Pferd meines Lebens habe und sie bei ihrem ersten wichtigen Grand Prix gleich auf dem ersten Platz sehe. Sie ist unglaublich.” HH Azur, das ist eine neunjährige belgische Stute v. Thunder van de Zuuthoeve/Sir Lui, die damit als einzige alle drei Runden fehlerfrei beendete.

“Ich glaube nicht, dass ich jemals schon auf einem solchen Pferd saß”, so Ward. “Ich wusste, dass sie es gut sein könnte, aber so viele Dinge hat sie noch nie gesehen, den Fahrrad-Sprung, die chinesische Mauer, die doppelten Wassergräben. Da waren also viele Fragen offen. Was sie so einzigartig macht: Du gibst ihr diese Aufgaben und sie meistert sie jedes Mal.” HH Azur gehört in Teilen der Double H Farm von Hunter Harrison und Francois Mathy.

Beezie Madden & Cortes C

Beezie Madden & Cortes C

Beezie Madden, die den Queen Elizabeth II Cup schon drei Mal gewonnen hat – 2005, 2006 und 2012 – versuchte es natürlich ein weiteres Mal, doch als Cortes im Stechen leicht rutschte und in der Kombination stoppte, gab sie auf. Doch die Amerikanerin war zufrieden: “Er fühlte sich unglaublich an. Ich glaube, bei jedem Sprung war Luft und Vertrauen. Es könnte sein, dass er noch nie so gut war wie heute – und das heißt viel. Er hatte schon so viele gute Resultate, aber heute war nicht ein Sprung irgendwo mit Risiko versehen.”

Mit einem Zeitfehler in Runde zwei landete Todd Minikus mit Babalou auf Rang drei. Schon jung kam die Oldenburger Stute zu ihm, die nun zehn ist. “Sie ist aber extrem grün auf diesem Niveau”, so Minikus. “In der ersten Woche hatten wir hier echt Probleme. In der zweiten Woche waren wir Zweite im Großen Preis hinter McLain. Ich bin sehr stolz auf sie.”

Photos: Spruce Meadows Media Services