Maurice Tebbel & Chacco's Son

Maurice Tebbel: “So habe ich mir den Start nicht vorgestellt!”

Die erste Qualifikation für die Springreiter in Göteborg ist im Gange, das Zeitspringen – und es zeigt sich, dass es die Prüfung bereits in sich hat. Vor allem die starke Sonneneinstrahlung bereitet Probleme, die Schatten vor den Sprüngen, und das blendende Licht. Es gab schon einige unschöne Szenen. Maurice Tebbel als erster deutscher Reiter kam mit dem zehnjährigen Westfalen Hengst Chacco’s Son v. Chacco-Blue-Lancer mit zwei Fehlern ins Ziel. Ein Fehler passierte am Sprung sechs, einem Oxer, der andere am Wassergraben. Tebbel war enttäuscht: “Er hat ein Eisen verloren und war dann total unsicher. Wo er das Eisen verloren hat, weiß ich nicht. Vielleicht am Wasser, oder am Oxer davor. Das waren echt untypische Fehler. Der Oxer aus der Rechtskurve – da hätte ich nie mit einem Fehler gerechnet, da hat er normal keine Probleme, und einen Wasserfehler hatte er ohnehin noch nie. So habe ich mir den Start wirklich nicht vorgestellt.” Dass das Springen so früh angesetzt wurde, für 8:45 Uhr, hält der 23-Jährige für unglücklich: “Ich verstehe gar nicht, warum das gemacht wurde. Es ist doch total viel Zeit. Das ist ein riesen Nachteil mit den Schatten. Es gab schon so viele unschöne Bilder. Gerade die Kombination ist total schwer einzuschätzen für die Pferde. Jetzt heißt es, den anderen drei die Daumen zu drücken. Aber ich bin natürlich etwas verärgert und enttäuscht!”

Foto: Stefan Lafrentz