Matthias Rath & Es Fangar's Samba King

Matthias Rath tritt Nachfolge als männlicher Sieger im Nürnberger Burg-Pokal an

1993 war er der bisher einzige männliche Sieger im Finale des Nürnberger Burg-Pokal: Klaus Balkenhol. Nun hat es endlich wieder ein Mann geschafft, das Finale in Frankfurt für sich zu entscheiden – und dabei konnte er sich am Ende sogar nur noch selbst schlagen: Matthias Rath. Der Reiter aus Kronberg führte schon relativ zu Anfang der Prüfung mit Es Fangar’s Samba King, einem achtjährigen dänischen Wallach v. Sandro King, mit dem er die Qualifikation in München gewonnen hatte. 74,561 Prozent hatte das Paar bekommen und man dachte schon früh, dass das nun auch schon der Sieg gewesen sein konnte. Und so kam es dann auch. Viele Pferde ließen sich von der Atmosphäre in der Festhalle beeindrucken und konnten ihr volles Potenzial nicht zeigen. Und so war Matthias Rath als Letzter Reiter mit seinem zweiten Pferd Danönchen OLD in der Lage, sich nur noch selbst zu schlagen. Doch mit dem siebenjährigen Oldenburger Wallach v. Danone I war es dann “nur” der dritte Platz. Der zweite Platz in der Prüfung ging an Oliver Oelrich mit dem neunjährigen Florencio I-Sohn Füchtels Floriscount OLD.

Der Sieger war glücklich nach seinem Erfolg: “Dass es so kommen würde, war nicht abzusehen. Gestern begannen wir mit einem großen Fehler und auch im Galopp hatten wir einen Fehler. Ich wusste also schon, dass wir noch mehr Punkte kriegen können, aber dass es zum Sieg reichen würde, war nicht klar.” Erst Anfang des Jahres kam die Entscheidung, dass Matthias Rath Samba King reiten würde, denn der gehört seiner Frau Franziska und die reitet ihn eigentlich selbst. Doch da Franziska und Matthias ihr erstes Kind erwarteten, fiel die Entscheidung für einen Reiterwechsel.

Auch die Möglichkeit, der erste männliche Nachfolger von Klaus Balkenhol zu werden, hatte Oliver Oelrich, doch der hatte gegen die Vorlage von Rath zu kämpfen: “Mir war nach seiner Runde klar, dass ich nicht einfach mal so auf Sicherheit würde reiten können. Deswegen bin ich mehr Risiko gefahren – und das hat mich eingeholt. Aber letztlich hat es Floriscount heute so gemacht, wie ich mir das vorgestellt habe. Es ist ja auch erst seine erste S-Saison. Im vergangenen Jahr hatte er sich beim Decken verletzt.”

Chefrichter Dietrich Plewa lobte die Qualität des Finals: “Es ist immer ein Reiz, die jungen Pferde zu richten. Einen Teil kennt man nicht und so sind es nicht immer die Etablierten, die die Etablierten richten. Und wir hatten hier dieses Jahr exquisit hohe Qualität. Wenn man bedenkt, dass viele nicht so hohe Noten bekommen haben aufgrund von Umwelteinflüssen, dann weiß man, dass ja sogar noch Reserven da gewesen wären und wir noch mal in ganz anderen Notenregionen gewesen wären.” Und auch der Initiator der Serie, Hans-Peter Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der Nürnberger Versicherungsgruppe, war voll zufrieden mit dem Finale: “Es ist immer die schönste Abschlussfeier des Jahres und ein großartiges Erlebnis.”

Foto: Karl-Heinz Frieler