Rolf-Göran Bengtsson & Casall Ask

LGCT Doha: Ein Traum wird wahr für Rolf-Göran Bengtsson

Schöner hätte die diesjährige Longines Global Champions Tour wohl kaum verlaufen können und keinen gab es, der es ihnen nicht gegönnt hat: Rolf-Göran Bengtsson und sein langjähriger, mittlerweile 17-jähriger Begleiter Casall Ask siegten nicht nur auf der Schlussetappe in Doha, sondern gewannen damit auch den Longines Global Champions Tour-Gesamttitel. “Ein Traum wird wahr”, strahlte der Schwede, der seit elf Jahren mit dem Holsteiner Hengst so unglaublich viele große Prüfungen gewinnen konnte. In dieser Saison konnte das Ausnahmepaar nicht nur in Doha ganz vorne stehen, sondern auch in den Großen Preisen von Valkenswaard und Paris.

Edwina Tops-Alexander & Lintea Tequila

Edwina Tops-Alexander & Lintea Tequila

Edwina Tops-Alexander als direkte Kontrahentin des Schweden verpasste den historischen Hattrick von drei Titelgewinnen der Global Champions Tour – die Australierin in Lintea Tequila hatten bereits im ersten Umlauf zwei Abwürfe, doch die Reiterin zollte Bengtsson größten Respekt: “Er hat es wahrlich verdient!” Platz drei in der Gesamtwertung ging an Christian Ahlmann, der mit Taloubet Z in Doha auf Platz sieben landete.

Bengtsson siegte im Großen Preis vor den beiden Deutschen Daniel Deußer mit First Class van Eeckelghem und Meredith Michaels-Beerbaum mit Fibonacci.

Christian Ahlmann & Taloubet Z

Christian Ahlmann & Taloubet Z

“Ich glaube, Rolf verdient den Titel dieses Jahr wirklich”, so Jan Tops, der Gründer der Longines Global Champions Tour, nach dem Finale. “Casall und er waren so viele Male auf dem Podest. Dass sie als Favorit hier ankamen und dann gewinnen, ist unglaublich. Er war schon so oft dicht dran in den letzten Jahren und hat den Titel wirklich verdient.” Der Sieger selbst sagte: “Das war ein Abend, von dem man nur träumen kann, aber dass es dann wahr wird, daran denkt man nicht mal. Mein Pferd Casall Ask ist einfach nur unglaublich. Wie er mit 17 Jahren noch springt. Er mag es und macht alles möglich. Was er für mich getan hat, ist unglaublich. Ich bin sehr, sehr glücklich. Wenn er wie heute springt, ist es schwer, an aufhören zu denken. Wir werden im Team darüber diskutieren müssen, aber aktuell denke ich, wäre es schade, ihn nun in die Box zu stellen und zu sagen, dass es das war. Andererseits kann es nicht mehr besser werden als heute. Ich habe das Gefühl, dass wenn wir es richtig managen, es noch weitergehen kann, aber wie lange, das werden wir sehen.”

Photos: Stefano Grasso/LGCT