Niklas Krieg & Carella

Leipzig: Der unglaubliche Weltcup-Sieg von Niklas Krieg

Er konnte es selbst nicht fassen, als bei einem Spitzenreiter nach dem anderen die Stangen zu Boden gingen und er immer weiter in Podestnähe rückte. Als Dritter war Niklas Krieg im Longines FEI Weltcup-Springen von Leipzig im Stechen dran – eine enorme Leistung, dass er mit seiner zwölfjährigen Stute Carella überhaupt schon fehlerfrei im Normalparcours blieb. Immerhin war es das erste Weltcup-Springen für den 22-jährigen Reiter aus dem Süden Deutschlands. Und dann waren nach ihm im Stechen immerhin noch zehn Reiter, alle weitaus erfahrener als er in diesen Parcours. Doch selbst die aktuell in Top-Form aufgelegten Gregory Wathelet, Kevin Staut und Simon Delestre hatten allesamt Fehler. Mit Olivier Philippaerts und der zehnjährigen H&M Legend Of Love wurde es noch mal ganz eng, die Zeit hätte gereicht, doch am letzten Hindernis fiel die Stange. Dann noch der Spanier Sergio Alvarez Moya und der Super-Jumper Carlo – doch auch sie hatten einen Fehler. Und damit stand fest: Der Mannschafts-Vizeeuropameister des vergangenen Jahres hatte mit der Holsteiner Stute soeben das Weltcup-Springen in Leipzig gewonnen. Ein riesen Erfolg. “Unglaublich”, strahlte Krieg schüchtern. “Null zu gehen, war schon toll. Im Stechen, dachte ich, probiere ich etwas, aber ich wollte nichts riskieren. Ich kann es gar nicht realisieren. Ein Traum!”

Foto: Karl-Heinz Frieler