Laura Klaphake & Catch Me If You Can

Laura Klaphake diesmal konzentrierter

Nachdem Laura Klaphake gestern im Zeitspringen mit zehnjährigen Catoki-Tochter Catch Me If You Can einen Stop an der Mauer hatte, war es klar, dass die deutsche Reiterin diesen Fehler heute vermeiden wollte. “Ich habe mich auf die Mauer sehr konzentriert – und man hat gesehen: Dann ging es ja auch. Catch Me hatte auch nie ein Mauer-Problem. Das war mein Fehler gestern”, so die Amazone. Nur mit einem Zeitstrafpunkt kam Klaphake mit Catch Me If You Can ins Ziel – und ist damit unter den besten drei des Tages zum derzeitigen Zeitpunkt. Der Parcours – so zeigt sich bei allen – bringt viele Fehler mit sich. “Es ist echt schwer”, analysierte auch Klaphake. “Vor allem die letzte Linie. Ich habe dort die Zeit verloren, weil ich sechs statt fünf Galoppsprünge gemacht habe, aber mir war es es wichtiger, ohne Fehler ins Ziel zu kommen.”

Bundestrainer Otto Becker schwärmte von seiner Reiterin: “An der Mauer hat sie diesmal richtig reagiert. Und auf der Schlusslinie hat sie instinktiv richtig entschieden. Das war tiptop. Der Parcours ist heute sehr schwierig – der hätte auch morgen im Mannschaftsfinale so stehen können.”

Bezug nahm Otto Becker auch noch mal zu der Nicht-Nominierung von Philipp Weishaupt, der einen Start in Calgary mit Convall im Plan hatte und damit – so kurz vor den Weltreiterspielen – für Otto Becker keine Wahl war. Otto Becker betonte: “Ich sage das völlig wertfrei: Wir wollten Paare, für die die WM das Hauptereignis ist, die ihren Fokus hierauf legen. Das wollten wir so und das haben wir durchgezogen. Ob das richtig war, wissen wir nicht, aber wir hatten dies so im Vorfeld mit Philipp und Ludger diskutiert und leider hat sich Philipp anders entschieden. Aber wir hatten keinen Streit, nur unterschiedliche Meinungen.”

Foto: Stefan Lafrentz