Kanada verliert seine Chance auf Nationenpreis-Finale

Im April wurde bereits bekannt, dass Spruce Meadows in diesem Jahr keinen Nationenpreis aus der FEI-Serie ausrichten würde. Der Grund liegt gleichauf mit dem in Aachen: Spruce Meadows hält an seinem langjährigen Sponsor Rolex fest, während die FEI-Nationenpreis-Serie von Longines gesponsert wird. Uhrenkonkurrenz also. Die gleiche Problematik gilt beispielsweise für ‘s-Hertogenbosch und Genf, wo im Winter Weltcups stattfanden, die aufgrund der Sponsoren-Differenzen nun aber auch nicht mehr ausgetragen werden können.

Doch für Kanada hat das Ausscheiden aus der Nationenpreisserie weitreichender Konsequenzen, wie jetzt von Horse & Hound dargelegt wurde. Kanada wird nämlich nicht beim Nationenpreisfinale in Barcelona dabei sein. Anders als in Europa gibt es in Nordamerika nur drei Furusiyya-Qualifikationen. Kanada schickte nach Mexiko eine unerfahrene Truppe mit dem Gedanken, die nötigen Punkte zu Hause in Spruce Meadows zu sammeln. Doch mit dem Streichen des Nationenpreises in Spruce Meadows war es zu spät für den kanadischen Verband, einen neuen Qualifikationsstandort im Land zu finden.

Seit 1977 hatte Spruce Meadows immer einen Nationenpreis ausgerichtet. Nun wird der Fokus beim diesjährigen Turnier alleine auf dem Rolex Grand Slam liegen, den Scott Brash (GBR) nach seinen Siegen in Genf und Aachen gewinnen könnte.