Isabell Werth: “Letzte Mittellinie eine gefühlte 12″

Viele waren sprachlos nach der Prüfung von Isabell Werth mit ihrer Fuchsstute Bella Rose. Die beiden waren die zweiten Starter für Deutschland im Nationenpreis in Aachen und zeigten zwar keine fehlerfreie Vorstellung, aber eine, die nicht nur die Reiterin selbst “euphorisiert” sein ließ. “Die letzte Mittellinie war eine gefühlte 12″, sprudelte es nach dem Ritt aus der Reiterin heraus. “Ist das ein Pferd!” Zwar hatten die beiden einen Fehler in den Zweierwechseln zum Anfang und einen Taktfehler in der Trabtour, doch waren das “Kleinigkeiten, Abstimmungsprobleme, keine Unsicherheiten”, so Werth. “Sie hat halt auf die Hilfen reagiert und ich wollte sie zu viel. Sie hat es angenommen.” Standing Ovations gab es für die Weltklassereiterin, die mit der schicken Stute ein Pferd hat, mit der sie wieder ganz vorne in die Weltspitze kommen wird – wenn sie dies nicht nach Aachen schon ist. “Ich wechsel zwischen Lachen und Weinen vor Glück”, freute sie siech. “Bei diesem Pferd bin ich wirklich ergriffen. Sie ist meine Nummer eins und das Beste, was ich je geritten bin. Vielleicht ist sie sogar das Beste, was das Parkett derzeit zu bieten hat.” 79,580 Prozent erhielten die beiden – ohne die dicken Fehler wäre es weit über die 80 Prozent gegangen. Man darf auf die nächsten Tage in Aachen gespannt sein.