Holger Wulschner & Skipper

Oliva Nova: Holger Wulschner „zähmt“ übermütigen Skipper

„Das war im Stechen die erste gut kontrollierte Runde, die ich mit ihm reiten konnte“, lachte Holger Wulschner zufrieden. Und diese Runde endete famos mit einem Sieg für Wulschner und BSC Skipper im Großen Preis des Oliva Nova Beach & Golf Resort bei der Spring MET III. Das mit 30.000 Euro dotierte Longines Ranking Springen bringt nun neben dem Preisgeld von 7.500 Euro auch noch Weltranglistenpunkte. Komplettiert wurde der deutsche Erfolg durch Maurice Tebbel aus Emsbüren, der mit Camilla PJ Platz zwei im Hauptereignis der zweiten Spring MET-Woche belegte.

Hochmotivierter Skipper
Der 12 Jahre alte Hannoveraner Skipper  hat wie sein Stallkollege Cha Cha Cha G vor der Spanien-Reise drei Wochen Pause gehabt und die tat offenbar überaus gut. „Der war ziemlich lustig und ziemlich wild drauf“, grinste Wulschner, „ich war froh, dass ich mich oben halten konnte in den vergangenen Tagen“. Das „Gleichgewicht der Kräfte“ ist offenbar gefunden, in 51,76 Sekunden und ohne Fehler jumpten Ross und Reiter durch den Großen Preis des CSI2* und waren damit fast zwei Sekunden schneller auf dem riesigen Rasenplatz des Equestrian Center unterwegs als der zweitplatzierte Maurice Tebbel. Skippers Programm für Woche 3 der Spring MET sieht so aus: „Er geht wieder kleine Tour und vielleicht eines der Weltranglistenspringen“, so Wulschner, „am Strand war ich noch gar nicht mit ihm, weil er so übermotiviert war. Das werden wir in der kommenden Woche dann mal angehen – Skipper am Mittelmeer.“

Cha Cha Cha G gefordert
Während Skipper und der bereits in der ersten Oliva-Woche erfolgreiche BSC Cavity ein „kleineres“ Prüfungsprogramm bekommen, konzentriert sich Holger Wulschner auf Cha Cha Cha G. Die Spring MET dient der Saisonvorbereitung, gleich nach der Rückkehr will Wulschner beim CSI Hagen a.T.W. bei Horses & Dreams an den Start gehen.

Lehrgangs-Souvenir Camilla….
Der zweitplatzierte Maurice Tebbel war nicht nur froh über das tadellose Ergebnis im Großen Preis. Tebbel jun. war in der Woche einmal gestürzt und freute sich, dass das ohne Folgen geblieben war. Kein Wunder, Vater Rene laboriert noch am Knöchelbruch herum und ist in Oliva Nova mit Gehhilfen unterwegs. Rene Tebbel übrigens hatte die Stute Camilla PJ von Calme vor drei Jahren „entdeckt“ und als „Souvenir“ aus der Türkei mit nach Emsbüren gebracht. „Ich habe dort einen Lehrgang gegeben“,  erinnert sich der Nationalcoach der Ukraine, „das Pferd war mir aufgefallen, ich habe sie ausprobiert und gekauft“.

Kölz und Klaphake in der Gold Tour ebenfalls vorn
Im Zwei-Phasen-Springen der Gold Tour in Oliva Nova konnte sich die in Schleswig-Holstein lebende Ulrika Sanny (Schweden) mit Cooper GT an der Spitze durchsetzen. Sanny nutzt die Spring MET außerdem für Urlaub mit der ganzen Familie. Hinter der Wahl-Holsteinerin folgten mit Markus Kölz (Winnenden) und der jungen Laura Klaphake (Vechta) auf Celia und Clarissa zwei deutsche Reiter auf den Plätzen. Und in der Silver Tour trumpfte erneut Katrin Eckermann (Füchtorf/ Kranenburg) mit Dukendy in der wertvollsten Prüfung der Serie auf.

Foto: Hervé Bonnaud