Dorothee Schneider & Showtime

Großartige Show von Showtime und Dorothee Schneider

Wenn einer Show macht, dann wirklich Showtime – der Hannoveraner Wallach v. Sandro Hit/Rotspon unter Dorothee Schneider begeistert wirklich alle: Mit einer Kraft und einem sensationellen Rhythmus passagiert der Großrahmige durch die Prüfung, trabt gewaltig und kommt auch noch schön zum Schreiten. Einzig bei der Linkspirouette gab es ein Missverständnis zwischen der Reiterin und dem Pferd, Schneider hatte ihren Showtime nicht mehr vor dem Bein und der kam nicht mehr richtig aus der Pirouette raus. “Davon geht die Welt aber nicht unter”, resümierte Schneider. “Ich hatte so ein mega Gefühl. Klar muss man das analysieren, aber die restliche Prüfung hatte er immer die Ohren vorne und zog in die Hand.” Auch, dass Showtime vor dem Einreiten einmal erschreckte, sorgte die 47-Jährige nicht: “Ich wusste, dass er wieder bei mir ist, wenn ich ihn einmal abklopfe. Ich habe einfach einen super Draht zu ihm.”

Zufrieden war natürlich auch der deutsche Equipechef Klaus Roeser mit den ersten beiden Teamreitern: “Das waren zwei super Ritte. Sönkes Ritt war ganz wichtig und er hat das souverän gemacht und ist clever geritten. Da fiel uns schon mal ein Stein vom Herzen. Wir können wirklich mehr als zufrieden sein. Es ist alles im Plan. Sönke hat Sicherheit gegeben, dann reitet man anders als wenn man was im Nacken sitzen hat. Und Dorothees Ritt war ebenso klasse.”

Mit Dorothee Schneider und Sönke Rothenberger auf Platz eins und zwei führt das deutsche Team nach dem ersten Grand Prix-Tag mit deutlichem Abstand auf die Niederländer. 79,157 Prozent bringen die Deutschen aktuell zusammen, die Niederländer mit dem einzigen Ergebnis von Edward Gal nach dem Ausfall von Adelinde Cornelissen 75,271 Prozent, während die Briten auf Rang drei liegen mit 74,921 Prozent.

Fiona Bigwood & Orthilia

Fiona Bigwood & Orthilia

Im Einzel ist es die Britin Fiona Bigwood, die mit der Oldenburger Stute Orthilia v. Gribaldi/Donnerschlag.den Bronzerang nach dem ersten Tag hält. 77,157 Prozent sind ein Ergebnis, das die Schülerin von Carl Hester nicht erwartet hatte: “Mit einem Ergebnis um die 75 Prozent wäre ich glücklich gewesen. Über 77 Prozent sind ein tolles Ergebnis für die Mannschaft.” Überschwänglich freute sie sich über die Leistung der Stute: “Sie hat mir so zugehört. Es ist wirklich so als würde ich mit einem Freund reiten. Sie ist so ehrlich.”

Morgen geht es in den zweiten Teil des Grand Prix. Kristina Bröring-Sprehe und Desperados treten um 12:21 Uhr (17:21 Uhr) an, Isabell Werth und Weihegold OLD als Schlussreiter um 15:51 Uhr (20:51 Uhr).

Fotos: Stefan Lafrentz