Helen Langehanenberg & Damsey FRH

Gelungenes Championats-Comeback von Helen Langehanenberg

2014 gehörte Helen Langehanenberg zum letzten Mal zum deutschen Championatsteam. Dann war ihre Karriere mit dem Westfalen Hengst Damon Hill NRW v. Donnerhall-Rubinstein I beendet, der Hengst wechselte zur Tochter des Besitzers. Jeder Reiter weiß, wie schwer es ist, ein Ausnahmepferd zu ersetzen und nahtlos den Anschluss auf Championatsebene zu finden. Diese Erfahrung musste nun eben auch Helen Langehanenberg machen. Doch nun ist sie wieder da, zurück im Championatskader, zurück auf dem Championat, bei der Europameisterschaft in Göteborg. Nicht mit einem Nachwuchspferd, sondern dem 15-jährigen Hannoveraner Hengst Damsey FRH v. Dressage Royal-Ritual. Der Prämienhengst der Hannoveraner Sattelkörung und Dressursiegerhengst anlässlich der Dänischen Körung 2006 und 2009 kam vor eineinhalb Jahren zu Langehanenberg und hat sich seitdem noch mal weiter entwickelt. Der einst von Steffen Frahm auf der Hengststation Jens Meyer ausgebildete Nünberger Burg-Pokal- und Louisdor-Preis-Finalist erlebt quasi seinen zweiten Frühling.

Mit 74,986 Prozent beendete Langehanenberg mit Damsey FRH den Grand Prix und konnte damit die Erwartungen als erste Mannschaftsreiterin für Deutschland erfüllen und Schwarz-Rot-Gold klar in Führung bringen. “Ich hätte im Sommer noch gar nicht damit gerechnet, hier zu sein”, freute sich die die Reiterin aus Billerbeck über ihr Comeback. “Ein Pferd in dem Alter zu übernehmen, ist auch nicht immer ganz einfach, aber man muss sagen, dass ich nicht hier stehen würde, wäre er nicht gut ausgebildet worden.”

Eine schöne Runde mit einer etwas verhaltenen zweiten Piaffen und etwas zögerlichen Übergängen in die Passage, aber einer starken Galopp- und Schritttour, ließen Langehanenberg strahlen: “Er ist zwar auf dem Papier im Januar ein Jahr älter geworden, fühlt sich aber zwei Jahre jünger an. Er ist kernig, frisch und hat Saft und ich glaube, dass wir noch nicht am Ende sind. Ich bin für heute total zufrieden, wenn man bedenkt, wo wir vor eineinhalb Jahren gestartet sind.”

Auch Bundestrainer Monica Theodorescu nickte zufrieden: “Das muss man erstmal so machen wie sie! Das Ziel war eine gute Runde und die hat sie gezeigt.” Ihre Vision für die Mannschaftsentscheidung ist klar: “Wir brauchen nicht zur EM fahren, wenn wir nicht gewinnen wollen.”

Foto: Stefan Lafrentz