Penelope Leprevost & Vagabond de la Pomme

Ganz schön easy beim Weltcup-Finale in Göteborg: Penelope Leprevost und Vagabond de la Pomme

Die erste Wertungsprüfung im Longines FEI World Cup der Springreiter zeigt deutlich, wie stark die die französischen Reiter in der diesjährigen Weltcup-Saison waren. Die Sieger der ersten Weltcup-Etappen – Penelope Leprevost mit Vagabond de la Pomme und Simon Delestre mit Qlassic Bois Margot – führen die erste Wertung an. Beeindruckend vor allem die Runde der Französin Leprevost, die mit dem elfjährigen belgischen Hengst ihrem Landsmann noch mal über zwei Sekunden abnahm und dabei ganz lässig wirkte. Wie sie anschließend selbst anmerkte, hat sich Vagabond im vergangenen Jahr stark verbessert, auch in Sachen Schnelligkeit habe sie in jedem Stechen geübt, “und nun ist er ein ganz schnelles Pferd.” Überhaupt schwärmte sie von dem Vigo d’Arsouilles-Sohn: “Er ist so einfach zu reiten. Am Anfang hatten wir noch das Problem der Kontrolle, aber jetzt nicht mehr. Außerdem hat er unendliches Vermögen.”

1533 Frie Weltcuppokal Springen

Der aktuelle Weltranglisten-Erste Simon Delestre, der mit dem zwölfjährigen Selle Francais-Hengst Qlassic Bois Margot, Zweiter nach der ersten Wertung ist, wusste nach seiner Runde: “Ich bin schnell geritten, aber nicht verrückt schnell. Ich wollte von Hindernis 1 bis 13 einen guten Galopp haben und das ist mir gelungen.”

Daniel Deußer & Cornet d'Amour

Daniel Deußer & Cornet d’Amour

Daniel Deußer, der vor zwei Jahren den Weltcup-Titel mit nach Deutschland brachte, und sein bestes Pferd im Stall, Cornet d’Amour erwischten einen ebenso erfolgreichen Auftakt mit Rang drei. “Ich bin sehr zufrieden mit der Runde und wie sie gelaufen ist. Mein Ziel war es, unter den besten fünf, sechs, sieben Pferden zu sein. Das hat geklappt. Es kann natürlich noch eine ganze Menge passieren, aber ich habe ein gutes Gefühl. Heute wollte ich auch etwas vorsichtig sein, denn im letzten Jahr hatte ich am Schluss einen Fehler.”

Auch weitere deutsche Paare konnten sich in gute Ausgangslage bringen. Marcus Ehning und Cornado NRW belegen derzeit Rang acht, Marco Kutscher und Chaccorina Position 15. Besonders stolz darf auch Niklas Krieg sein. Der 22-Jährige und die Holsteiner Stute Carella ritten sich über ihren Weltcup-Sieg in Leipzig und Platz fünf in Zürich mit nur zwei Qualis nach Göteborg – und behielten hier im Zeitspringen die Nerven. Als dritter Starter legten sie eine super Zeit hin und wurden Neunte. “Das war eigentlich ein super Springen zum Reinkommen”, so Krieg locker und zufrieden nach seiner ersten Runde.

Niklas Krieg & Carella

Niklas Krieg & Carella

Hingegen enttäuschend verlief die erste Wertung für Christian Ahlmann, der als Führender im Weltcup-Ranking nach Schweden reiste und zu den Top-Favoriten zählte. Er hatte mit seinem Colorit zwei Abwürfe und rangiert damit auf Platz 25.

Fotos: Karl-Heinz Frieler