Simon Delestre & Hermes Ryan

Für Delestre lief es wie ein Traum

Die Franzosen dominieren zum Anfang der Weltcup-Saison in der Western European League. Drei von vier Etappen im Longines FEI World Cup wurden von Franzosen gewonnen. So siegte nun in Verona Simon Delestre mit Hermes Ryan. Während im 15-Paare-Stechen zunächst viele Fehler gemacht wurden, wurde es zum Ende hin immer schneller und schneller. Beinahe sah es nach einem Doppelsieg von Ludger Beerbaum (GER) und Chaman sowie Scott Brash (GBR) mit Hello M’Lady aus, die beide dieselbe Zeit im Stechen hatten und bereits unglaublich schnell waren. Doch dann kam noch der Schwede Henrik von Eckermann mit Cantinero, der die beiden einholte – und schließlich noch Simon Delestre.

Delestre erklärte im Anschluss, dass er Hermes Ryan nicht zu stark puschen wollte, aber: “Er ist ein kleines Pferd mit viel Galopp, sodass es immer eine Herausforderung gegen die Zeit ist. Ich wollte schnell sein, aber nicht zu verrückt reiten.” Und das Vorhaben ging wie in einem Traum auf. Henrik von Eckermann erkannte, dass er vielleicht zum Schlusshinderniss noch einen Galoppsprung weniger hätte machen können, doch am Ende freute auch er sich über seinen zweiten Platz.

Für Ryan von Simon Delestre war es das erste Turnier nach der EM in Aachen, “und am ersten Tag war er etwas frisch”, so der 34-Jährige, der Bronze in Aachen mit seinem Spitzenpferd gewann. “Normalerweise wollte ich ihn eine kleine Prüfung und den Großen Preis reiten, aber dann bin ich gestern doch in der großen Tour gestartet, um ihn etwas ruhiger zu bekommen – und ich wollte ihn eigentlich auch nicht schocken mit den Hindernissen heute.” Als typisch französisches Pferd beschreibt er den Fuchswallach, aber auch “als das Beste, was ich je in meinem Leben hatte.” Wenn er entspannt ist wie heute, ist es leicht, mit ihm ganz schnell zu sein”, so der Sieger. “Er ist was ganz Besonderes, hatte nur drei Fehler in der gesamten Saison.”

Simon Delestre hat nun die Führung übernommen in dem Weltcup-Ranking vor seiner Landsfrau Penelope Leprevost, während der Schweizer Romain Duguet auf Rang drei liegt.

Foto: FEI/Stefano Secchi