Dorothee Schneider & Faustus

Frisch, fröhlich und mit einem Lächeln: Faustus und Dorothee Schneider

Im Grand Prix, da war sie noch Zweite, im Special dann auf der eins: Dorothee Schneider mit dem zehnjährigen Falsterbo-Nachkommen Faustus. Der Hannoveraner Wallach wurde an dem Pfingstmontag im Biebricher Schlosspark von Wiesbaden von seiner Reiterin zuvor “bewusst dosiert abgeritten”, weil die Sonne etwas gestochen hatte und es doch warm wurde. “Ich hatte aber schon beim Abreiten das Gefühl, dass er absolut bei mir ist”, so die spätere Siegerin Schneider. Mit 76,000 Prozent zeigten die beiden eine souveräne Runde. “Ich hatte ienen Rumpler in den Zweiern, aber die Traversalen waren sowohl im Trab als auch im Galopp schön fließend, ich kam jeweils schön aus den Piaffen raus. Insgesamt war das frisch, fröhlich und die Schlusslinie ein echtes Highlight – Bein lang und lächelnd konnte ich die Prüfung beenden.”

Mit einem ebenso guten Gefühl beendete die Zweitplatzierte Fabienne Müller-Lütkemeier mit dem elfjährigen Fabregaz v. Florestano ihre Schlusslinie und auch die gesamte Prüfung. 74,298 Prozent erhielten die beiden vor Hubertus Schmidt, der mit Imperio auf 71,0 Prozent kam. “Ich bin mega zufrieden”, strahlte Müller-Lütkemeier. “Er hat heute unheimlich mitgekämpft und ich hatte unglaublich Spaß in der Aufgabe.”

Dorothee Schneider hat neben Showtime und Sammy Davis jr. nun mit Faustus ein drittes Grand Prix-Pferd im Stall. Doch die Rangordnung ist noch klar: “Showtime und Sammy stehen in erster Reihe. Faustus soll in Ruhe aufgebaut werden. Er steht nicht im Aufbau für Tryon. Er soll dieses Jahr noch seine Zeit bekommen.” Und wer von Showtime und Sammy Davis jr. hat die Priorität? “Wer besser ist, ist besser”, so die Championatsreiterin. “Beide gehen nach Balve.”

Foto: equistock.de/Hartig