Christian Ahlmann & Codex One

Stuttgart: Es war Christian Ahlmanns Wochenende

Besser hätte es für Christian Ahlmann (GER) bei den Stuttgart German Masters nicht laufen können: Am Ende fuhr der Reiter aus Marl mit zwei neuen Mercedes nach Hause. Am Freitagabend konnte er mit dem Württemberger Hengst Colorit das prestigeträchtige German Masters-Springen gewinnen – am Sonntag setzte er noch einen drauf und gewann mit dem 13-jährigen Contendro I-Sohn Codex One die fünfte Weltcup-Etappe. Nur fünf Paare hatten es überhaupt ins Stechen geschafft, nachdem man zunächst dachte, der Parcours wäre zu leicht: Nach drei Reitern gab es bereits zwei Nullrunden. “Das war mein Wochenende”, sagte Ahlmann stolz. “Die erste Runde mit Codex war nicht ganz perfekt, aber im Stechen hat er einen unglaublich guten Job gemacht.” Nach Michael und John Whitaker sowie Meredith Michaels-Beerbaum ist Christian Ahlmann der vierte Reiter, der das “Double” in Stuttgart schafft.

Platz zwei ging an den Schweden Douglas Lindelöw mit dem Casall-Sohn Casello. Der Schwede war kurzfristig für seinen Landsmann Rolf-Göran Bengtsson nachgerückt und war so zum ersten Mal in Stuttgart am Start. “Casello war in richtig guter Form. Es war ein unglaubliches Jahr für mich mit dem Weltcup-Finale und der EM. Nun bin ich zum ersten Mal in Stuttgart und muss sagen: Es ist ein wunderschönes Turnier.”

Patrick Stühlmeyer & Lacan

Patrick Stühlmeyer & Lacan

Ebenso nachgerückt war der Drittplatzierte Patrick Stühlmeyer. Weil Luciana Diniz ihren Platz nicht wahrnahm, durfte der junge Deutsche in der Schleyer-Halle an den Start gehen und nutzte seine Chance. Mit dem Oldenburger Hengst Lacan konnte er nicht ganz das Tempo der ersten beiden aufnehmen, blieb aber fehlerfrei. “Ich bin unglaublich stolz”, so Stühlmeyer. “Der Kurs war richtig schwer.”

Dass Christian Ahlmann nun gucken musste, wie er zwei Autos nach Hause bringen muss, war kein Problem für den 40-Jährigen: “Über solche Art von Problemen freue ich mich.” Ahlmann hatte den Ritt von Lindelöw gesehen und wusste, dass er nicht jedes Mal – wie der Schwede – einen Galoppsprung weniger würde machen können. “Deswegen habe ich es über die Wendungen versucht.” Ein Plan, der aufging.

Fotos: FEI/Karl-Heinz Frieler