Dorothee Schneider & Sammy Davis Jr

EM Göteborg: Schneiders “Grand Prix-Baby” macht einen guten Job

Deutschland liegt nach dem ersten Grand Prix-Tag bei der EM in Göteborg auf Platz eins und zwei. “Tipptopp”, war das Fazit von Bundestrainerin Monica Theodorescu. “Besser geht es doch gar nicht.” Vielleicht etwas unerwartet hat Helen Langehanenberg das interne deutsche Duell für sich entscheiden können. Mit ihrer Vorlage von 74,986 Prozent mit Damsey FRH konnte sie Dorothee Schneider mit dem elfjährigen Bayerischen Wallach Sammy Davis Jr. v. San Remo-Wenckstern hinter sich lassen. Die beiden wurden mit 74,586 Prozente Zweite in der aktuellen Wertung vor der Dänin Anna Zibrandtsen mit dem KWPN Hengst Arlando v. Paddox-Mytens xx, der erst in diesem Jahr von dem Niederländer Diederik van Silfhout zu ihr wechselte.

Dorothee Schneider und der elfjährige Sammy Davis Jr. konnten sich zu ihrem Grand Prix in Aachen steigern. “Er war getragener, daran haben wir auch gearbeitet”, so Theodorescu. “Die Pirouetten waren sicherer, wenn auch etwas größer. Das war insgesamt eine wirklich gute Runde.” Auch “Doro” selbst war zufrieden: “Mein Grand Prix-Baby, so nenne ich ihn jetzt einfach mal, weil er ja im September seinen ersten Grand Prix überhaupt gegangen ist und im März den ersten internationalen, hat ja noch nie so eine Arena gesehen. Die Links-Traversalen hätten etwas fließender sein können und der Übergang vom Schritt in die Passage war teuer, aber vom Gefühl her ist er gereifter zu Aachen. Klar hätten ein paar Sachen besser sein können, aber alles in allem war es sehr positiv.”

Monica Theodorescu fügte an: “Wir haben nicht jedes Jahr vier Paare, die über 80 Prozent gehen können. Das ist einfach so. Dass wir nach den zwei Ausfällen so dastehen, wie jetzt, macht mich total glücklich.”

Foto: Stefan Lafrentz