Isabell Werth & Weihegold OLD

Ein wertvoller Special für Isabell Werth und Weihegold OLD

“Das war sehr zufriedenstellend”, schaute Isabell Werth glücklich zurück auf den Grand Prix Special in der World Dressage Masters beim Pfingstturnier Wiesbaden. Wie schon im Grand Prix verpasste sie knapp die 80 Prozent mit 79,804 Prozent. “Vor allem war es auch ein sehr wertvoller Special vor Balve. Man konnte noch mal die Linienführung überprüfen und jetzt weiß ich, dass ich noch kleine Hausaufgaben zu machen habe. Aber alles in allem war das eine sehr schöne und elegante Runde.” Der Fehler im starken Galopp zum Wechsel war das einzige Manko in der Prüfung, “und ich weiß auch, dass ich mich in der Pirouette noch entsprechend rantrauen kann, sie kleiner zu machen”, so Werth. Was die Reiterin besonders begeistert: Dass die Oldenburger Stute keine Fehler macht. Wach allerdings war die Don Schufro-Tochter, schnaubte zwei Mal kräftig in der Piaffe, doch Rhythmusstörungen gab es deswegen nicht. “Aber man merkt, dass es ihr erstes Draußen-Turnier ist”, so die Rheinbergerin.

Dass es nun zum ersten Mal für Isabell Werth mit einer Stute zu Olympischen Spielen gehen könnte, sieht sie unproblematisch. Im Gegenteil:: “Ich bevorzuge Stuten und Wallach. Ich lebe den Spruch: Ein guter Hengst ist ein kastrierter Hengst. Und bei den Stuten ist es wie im richtigen Leben: Wenn die Frau mal auf der Spur ist, geht’s richtig los.”

Zweiter im Special wurde Hubertus Schmidt mit dem Trakehner Hengst Imperio (74,510 Prozent). Ein paar Kleinigkeiten hatten sich in die Prüfung eingeschlichen, über die Schmidt sich ärgerte. “Der zweite Platz hinter Isabell Werth wäre ja kein Problem, aber ich hätte den Abstand doch gerne geringer gehalten”, so der Profi. “Über die zweite Pirouette habe ich mich etwas geärgert, das war ein Missverständnis. Ein, zwei Fehler muss ich wirklich auf meine Kappe nehmen.”

Platz drei ging an Fabienne Lütkemeier mit dem 17-jährigen D’Agostino. Mit 72,902 Prozent wurde ihr Special bewertet, in dem sich der Hannoveraner Fuchs einmal in der Passage-Tour erschreckte und ins Stocken kam. Auch Lütkemeier betonte, dass es für sie gut gewesen sei, noch einmal den Special vor Balve zu reiten.

Ein positives Fazit zog Isabelle Kettner, die in Wiesbaden für die Dressur verantwortlich zeichnet: “Die Premiere der World Dressage Masters hier war gelungen.” Noch zwei weitere Jahre geht der Vertrag mit der Fünf-Sterne-Serie.

Foto: WRFC/Lafrentz