Diederik van Silfhout & Arlando N.O.P.

Diederik van Silfhout bringt Holland ran – Deutschland wütend und enttäuscht

Nach dem ersten Dressurtag in der Aachener Soers kann man sagen: Es wird spannender als man dachte. Isabell Werth und Don Johnson FRH sollten die Deutschen eigentlich als zweites Paar nach Jessica von Bredow-Werndl und Unee BB deutlich nach vorne bringen, doch der Plan ging nicht auf. 74,900 Prozent und Platz vier für die “Teammutti”. Stattdessen führt der Niederländer Diederik van Silfhout mit Arlando N.O.P. mit 75,814 Prozent vor der Britin Fiona Bigwood mit Atterupgaards Orthilia und eben Jessica von Bredow-Werndl (75,200). “Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht”, schüttelte Isabell Werth den Kopf. “Jonny war sehr stabil in der Anlehnung. Klar, die Einer habe ich selbst verbockt, aber die anderen hatten auch Fehler. Ich sehe hier taktisches Richten.” Klare Worte, wie man sie von der mehrfachen Olympiasiegerin kennt. “Dass wir hier nicht nur Freunde haben, ist nun mal so.” Nun hofft Isabell Werth, das Streichergebnis für Deutschland zu sein. “Sonst wird das nichts mit Gold.” Mit 76 Prozent hatte die Rheinbergerin nach ihrer Runde gerechnet, “ehrlich gesagt”, so Werth. Zwischen 72 und 77 Prozent gaben ihr die Richter – das sollte so nicht sein.

Isabell Werth & Don Johnson FRH

Isabell Werth & Don Johnson FRH

Jetzt wird es morgen am zweiten Dressurtag äußerst spannend. Das weiß auch Werth: “Ich bin zwar mathematisch unterbemittelt, aber es wird eng.” Für Holland wird es um 14:50 Uhr ernst mit Hans Peter Minderhoud und Glock’s Johnson und um 18:50 Uhr mit Edward Gal und Glock’s Undercover. Die Briten starten um 15:00 Uhr mit Carl Hester und Nip Tuck sowie um 19:00 Uhr mit Charlotte Dujardin und Valegro. Für die deutsche Mannschaft startet Matthias Alexander Rath mit Totilas um 15:30 Uhr und als letzte Starterin reitet Kristina Bröring-Sprehe mit Desperados FRH um 19:30 Uhr ins Stadion.

Die Deutschen führen mit 150,100 Punkten vor Holland mit 148,214 Punkten und den Briten mit 145,743 Punkten.

Fotos: Karl-Heinz Frieler