Kent Farrington & Uceko

Die vierbeinigen Routiniers geben den Ton im Preis von NRW an

Als Kent Farrington in die Pressekonferenz nach dem Preis von Nordrhein-Westfalen kam, bat er Turniermacher Frank Kemperman darum, seinen Namen doch fest für den Rest der Woche auf dem Pressekonferenz-Podest einzuplanen. Er hatte gerade mit dem KWPN Wallach Uceko die Hauptprüfung des Tages und damit 25.000 Euro gewonnen. Gegen zwölf Konkurrenten setzte er sich im Stechen durch. “Die Stärke meines Pferdes ist es, dass man mit voller Geschwindigkeit die Hindernisse attackieren kann. Außerdem liebt er die großen Rasenplätze. Ich bin stolz, mit ihm hier mit seinen 16 Jahren in Aachen vorne zu stehen.” Am Sonntag im Großen Preis allerdings setzt Farrington auf Voyeur.

Platz zwei in der Prüfung ging an den Deutschen Christian Ahlmann mit dem ebenso routinierten, schon 17-jährigen Taloubet Z. Der KWPN Hengst hat seinem Reiter die Woche einen schlechten Start bereitet, als er im Preis von Europa im Unwetter vor den Doppelgräben halt machte. “Das war ein beschissener Start in die Woche”, brachte es Ahlmann ziemlich genau auf den Punkt. “Er ist diese Gräben schon 20, 30 Mal in alle Richtungen gesprungen, aber nicht dieses Jahr. Aber an für sich ist er in einer super Verfassung und er sieht so viel jünger aus als er ist und fühlt sich auch so an.”

Dritte im Preis von NRW wurde Ahlmanns junge Kollegin Simone Blum mit DSP Alice. Die Deutsche Meisterin des Vorjahres ist zum ersten Mal in Aachen und erzählte, dass die Fuchsstute auf dem Abreiteplatz doch etwas guckig gewesen sei als sie zum ersten Mal in der Woche auf den Platz kamen. “Aber heute hat sie die Siegerehrung schon ganz schön genossen.” Etwas nervös war Blum vorab, ob sie überhaupt in Aachen würde starten können. Denn in Rotterdam hatte sich die Stute offensichtlich vertreten, lahmte nach der ersten Prüfung. Der Nationenpreis fiel dann flach und Alice ging zwei Wochen nur Schritt. “Aber jetzt ist sie richtig fit”, freute sich die Reiterin aus Bayern.

Foto: Karl-Heinz Frieler