Marcus Ehning & Pret a Tout

Deutsches Doppel verhindert Bengtssons Heimsieg

Ein weiteres Highlight neben den Weltcup-Prüfungen im schwedischen Göteborg war die heutige Gothenburg Trophy, der eigentliche Große Preis. In einem spannenden Stechen mit 13 Paaren waren die Deutschen tonangebend. Marcus Ehning siegte mit dem 13-jährigen französischen Wallach Pret a Tout, den er im November von deutschen Nachwuchsreiterin Kaya Lüthi übernommen hatte. Die hatte mit dem Fuchs bereits zwei Mal den zweiten Platz bei Europameisterschaften für Junge Reiter gewonnen. Mit Ehning entwickelte sich der Hiram Chambertin-Sohn nun noch einen Schritt weiter. “Ich wollte heute so schnell wie möglich sein, weil ich wusste, welche Bastards noch nach mir kommen”, lachte der Sieger scherzend. “Und Pret a Tout kennt seinen Job. Kaya hat mit ihm bereits einen guten Job gemacht. Er hat eine Menge Potenzial, ist vielleicht nicht so ein Wahnsinns-Springer wie Cornado, aber er ist sehr clever. Ich hoffe auf eine gute Saison mit ihm.”

Christian Ahlmann & Colorit

Christian Ahlmann & Colorit

Den Plan, schnell zu gehen, hatte auch Christian Ahlmann, der heute den Württemberger Hengst Colorit gesattelt hatte, mit dem er in der ersten Wertungsprüfung im Weltcup zwei Fehler hatte. Doch diesmal lief es mit dem Schimmel. “Wir hatten einen schlechten Start hier in Göteborg”, so Ahlmann. “Das war enttäuschend. Aber heute hat er gekämpft. Auch wenn ich zum Letzten einen weniger hätte machen können, bin ich sehr glücklich mit dem zweiten Platz.”

Gerne gewonnen hätte, das gab er zu, Rolf-Göran Bengtsson. Der Schwede wird hier vom Publikum geradezu abgöttisch geliebt und gefeiert, war bereits mal Sportler des Jahres in Schweden, hatte mit Casall Ask jedoch nur die drittschnellste Runde. “Das muss man akzeptieren”, zuckte er mit den Schultern.

Fotos: Karl-Heinz Frieler