Maximilian Schmid & Chacon

Der GLOCK’s 3* Grand Prix Sieger heißt Maximilian Schmid

Ein Preisgeld von 100.000 Euro, Punkte für die Weltrangliste der Springreiter und der Titel “GLOCK’s 3* Grand Prix Sieger” standen heute im großen Finale vom International Show Jumping im GLOCK HORSE PERFORMANCE CENTER Austria auf dem Spiel. Vier Tage lang konnte man in der wunderschönen Indoor Arena vom GHPC Austria Springreitsport vom Feinsten verfolgen, der heute im 1.55 m hohen GLOCK’s 3* Grand Prix gipfelte. Die Zuschauerränge waren bis auf den allerletzten Platz gefüllt und sogar vor der Halle harrten an die hundert begeisterte Fans aus, um einen Blick auf ihre Idole zu erhaschen.

38 Mal wurden im Grundumlauf dieses anspruchsvollen Springens die Daumen gedrückt. Schon beim Einreiten empfing das Publikum jeden Teilnehmer mit motivierendem Applaus, Nullrunden wurden lauthals bejubelt, Fehler mit nicht weniger begeistertem Klatschen zum Abschied ein wenig erträglicher gemacht. In das entscheidende Stechen um den Sieg konnten zwölf Duos einziehen – und die Spannung war bis zum Schluss nicht zu überbieten. So richtig feiern lassen durfte sich am Ende dann ein 26-jähriger Reiter aus Deutschland.

Maximilian Schmid gewann im November 2016 den Großen Preis vom CSI4* München und schien von diesem Triumph noch immer beflügelt zu sein. Im Sattel seines elfjährigen Oldenburger Wallachs Chacon setzte er im Stechen auf volles Risiko, blieb ohne Fehler und legte eine Fabelzeit von 41,09 Sekunden hin. “Ich wusste, dass vor und hinter mir sehr schnelle Reiter am Start waren. Noch viel bewusster war mir aber, dass ich mit Chacon noch viel schneller sein kann als meine Konkurrenten. Ich habe ihn schon seit er sechs Jahre alt ist und wir kennen uns gut. Wenn wir in ein Stechen kommen und null bleiben, sind wir eigentlich immer ganz weit vorne”, erzählte der GLOCK’s 3* Grand Prix Sieger 2017 voller Stolz. “Unser Sport ist so besonders, weil wir mit Lebewesen arbeiten, die ebenso wie wir jeden Tag anders drauf sind. Man muss eine Beziehung aufbauen, sich zusammenspielen. Hier zu gewinnen ist besonders schön. Einerseits, weil hier wirklich schnelle Reiter am Start waren und andererseits weil ich dieses Turnier einfach liebe!”

Die Reiterin nach ihm hätte Max den Sieg aber beinahe noch streitig gemacht. Gudrun Patteet (BEL) und ihre BWP Stute Sea Coast Ferly legten eine absolute Traumrunde hin und waren in 41,30 Sekunden nur einen Wimpernschlag langsamer. Auch der Drittplatzierte war dicht an der Siegerzeit dran: Wilm Vermeir (BEL) und seine erst neunjährige Toulon-Tochter IQ van het Steentje zeigten eine nahezu perfekte Runde in 41,50 Sekunden.

Gleich zwei österreichische Paare konnten sich ebenfalls für das Stechen qualifizieren, mussten dort jedoch jeweils einen Abwurf hinnehmen. So war es am Ende Rang acht für Gerfried Puck (St) mit Bionda 3 und Rang neun für Julia Houtzager-Kayser (T) mit Sterrehof’s Cayetano Z. Auch GLOCK Rider Gerco Schröder (NED) und GLOCK’s Lausejunge waren in der Entscheidung  vertreten und holten Platz zehn.

Quelle: GHPC

Foto: Nini Schäbel