Jessica von Bredow-Werndl & TSF Dalera BB

Louisdor-Preis-Finale: Dalera BB klopft am Championatskader an

Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB, zehnjährige Trakehner Stute v. Easy Game-Handryk gingen als Favoriten in das Finale des Louisdor-Preises beim Internationalen Frankfurter Festhallen-Reitturnier – und sie meisterten am Ende ihren ersten Grand Prix auch am besten. Dalera BB setzte mit einer Trabtour an, die richtig Spaß machte, mit einem Schwung durch den Körper, die – wie Dr. Dietrich Plewa kommentierte – nichts Exaltiertes hatte, sondern angeboren ist. Ein solches Pferd sei sie noch nie geritten, schwärmte Jessica von Bredow-Werndl von der Stute aus der Zucht von Silke Druckenmüller. “Mit dieser Leistung hat sie heute an den Championatskader angeklopft”, merkte Plewa an – und damit dürfte er Recht behalten. TSF Dalera BB bringt alles mit, auch wenn sie im Finale noch den ein oder anderen Fehler hatte. Mit 76,720 Prozent war der Sieg dennoch sehr deutlich und für die Pi-Pa-Tour gab es die ersten Zehner an diesem Wochenende in Frankfurt.

Zweite mit 73,760 Prozent wurde Dorothee Schneider mit dem Hannoveraner Wallach Faustus v. Falsterbo-Forrest xx aus der Zucht von Heino Bruns. Auch der neunjährige hochbeinige Wallach machte viel Freude im Viereck. Dr. Plewa lobte die aktive Galoppade aus dem Hinterbein und das exakte diagonale Rückwärtsrichten. “Faustus ist in jedem Grand Prix konkurrenzfähig”, so Plewa. In der ersten Pirouette fußte der Hannoveraner einmal mit beiden Beinen auf und bei der letzten Piaffe dachte er, es wäre schon Schluss – doch ansonsten wussten die beiden zu überzeugen.

Etwas mehr nach Arbeit fühlte sich da der Ritt für die Drittplatzierte Ingrid Klimke mit dem Hannoveraner Hengst Franziskus v. Fidertanz-Alabaster (Z.: Elisabeth Albers) an. Mit 72,160 Prozent wurden sie hinter Schneider platziert. In den Vorwärtsbewegungen zeigte sich der Hannoveraner mit viel Gehfreude, war aber ab und an etwas übereifrig. “Wir brauchen noch ein bisschen Routine”, resümierte Klimke.

Insgesamt, das lässt sich für das Finale in diesem Jahr sagen, war der Louisdor-Preis von hoher Qualität mit einigen Pferden, die man im großen Grand Prix-Sport bald zu sehen bekommen dürfte.

Foto: Karl-Heinz Frieler