CAS folgt dem FEI-Beschluss: Irland bekommt kein Rio-Ticket

Große Hoffnungen hatte der irische Pferdesportverband in den Court for Arbitration for Sport (CAS), das internationale Sportsgericht, gelegt. Der irische Verband und der Reiter Cian O’Connor waren vor dieses Gericht gegangen, nachdem die FEI die Einsprüche bereits abgelehnt hatte, die sich um den Vorfall bei der EM in Aachen 2015 drehten. Cian O’Connor war hier mit dem Pferd Good Luck in der Nationenwertung am Start und wurde von einem Parcoursmitarbeiter gestört, der seinen Weg kreuzte und in die Blumen sprang. Am Sprung danach hatte O’Connor einen Fehler. Ohne diesen Fehler wären die Iren für die Olympischen Spiele qualifiziert gewesen. Stattdessen aber waren die Spanier in der besseren Position und bekamen das Ticket. Die Ground Jury in Aachen hatte sich auf die Regel bezogen, die besagt, dass der Reiter in so einem Fall den Ritt zu unterbrechen hat, um die Richter auf die Störung aufmerksam zu machen. Cian O’Connor und der irische Verband wollten es darauf nicht beruhen lassen und gingen vor den CAS, der nun den Einspruch ablehnte. Die Erklärung dafür wird in den nächsten Wochen folgen, heute wurde nur das Urteil verkündet. Der Präsident des irischen Verbandes, Damian McDonald, erklärte seine Enttäuschung. Nun wolle man die Erklärung abwarten, bevor man weitere Kommentare abgebe. Cian O’Connor selbst äußerte sich auf Facebook: “Ich bereue nichts. Ich habe alles mögliche versucht und habe jeden Stein umgedreht in der Hoffnung, fair behandelt zu werden nach der meiner Meinung nach unsportlichen Entscheidung der Ground Jury in Aachen. Nun ist es aber an der Zeit, wieder nach vorne zu blicken und sich wieder auf den Sport zu konzentrieren, als sich noch länger in der Bürokratie fangen zu lassen und noch ärgerlicher über die Offiziellen zu werden. Das irische Team ist die erste Reserve für Rio und so haben wir noch immer eine Chance.”