Kristina Bröring-Sprehe & Desperados

Bröring-Sprehe vergrößert den Abstand für Deutschland

Das sah mal richtig gut aus: Kristina Bröring-Sprehe und der Hannoveraner Hengst Desperados v. De Niro/Wolkenstein II waren im Grand Prix bislang das überragende Paar. Mit 82,257 Prozent führen sie vor Mannschaftskollegin Dorothee Schneider mit Showtime und dem US-Amerikaner Steffen Peters mit Legolas (77,614 Prozent). Zwar stand der Hengst nicht ganz geschlossen in der ersten Grußaufstellung, ein Fehler in der Zick-Zack-Traversale kam hinzu und in den Piaffen war der Hannoveraner etwas heiß – aber der Gesamteindruck des Paares war schon erste Klasse. “Er war für den ersten Tag richtig gut konzentriert”, so die dritte Reiterin für Deutschland. “Aber ich hoffe, dass wir morgen ohne Fehler aus der Prüfung kommen.”

Ein bisschen große Augen habe Despi noch gemacht als es ins Viereck ging, “aber drinnen war es wirklich gut”, so Bröring-Sprehe. Eine vorzeitige Prognose Richtung Mannschaft wollte die 29-Jährige noch nicht abgeben, meinte aber: “Ich glaube, wir haben ganz gute Chancen. Und Isabell wird es sicher hervorragend nachher machen. Morgen sehen wir dann, ob es gereicht hat.”

Kristina Bröring-Sprehe & Monica Theodorescu

Kristina Bröring-Sprehe & Monica Theodorescu

Bundestrainerin Monica Theodorescu jedenfalls war schon mal sehr zufrieden und zog ein erstes Zwischenfazit: “Sönke ist einen ganz starken Grand Prix geritten. Das war seine beste Galopptour in einem Grand Prix – so schön hatte er die noch nicht. Und Showtime ist seinen besten Grand Prix überhaupt gegangen. Es kommt immer mehr Ruhe in ihn rein. Das war schon sehr souverän. Keine einzige Schrecksekunde, wie man es sonst manchmal von ihm kennt. Er ist aber jetzt kein Angsthase mehr. Für den ersten Olympia-Grand Prix gleich 80 Prozent – das hat uns sehr glücklich gemacht. Naja, und Tina war sensationell. Despi ist schon etwas kribbelig in der ersten Prüfung, aber das war schon überragend. Wir sind gut vorbereitet hierher gefahren und sind in einem richtigen Flow.”

Mit 80,190 Prozent führt in der aktuellen Zwischenwertung das deutsche Team vor den Niederländern mit 75,586 Prozent und den USA mit 75,176 Prozent.

Der Brite Carl Hester konnte mit dem KWPN Wallach Nip Tuck v. Don Ruto nicht seine beste Leistung abrufen, weshalb die Briten derzeit erstmal nur auf Rang vier rangieren. Das sollte sich nach dem Ritt von Charlotte Dujardin ändern. Nip Tuck erschreckte vor einer Blume vor der Schritttour – und dann war die auch beeinträchtigt. Carl Hester: “Ich glaube, er braucht eine Brille – kann die jemand für Pferde erfinden?”

Fotos: Stefan Lafrentz