Michael Jung & fischerTakinou

Blair: Deutsches Team meistert Regentag im Cross Country am besten

Auch wenn die deutschen Buschreiter in den vergangenen Jahren die Championate dominierte – wenn man nach England kommt, dann weiß man nie so recht, was einen erwartet. Doch reiten können sie alle, die Pferde dazu haben sie auch… und so ist es ein komfortabler Vorsprung von neun Stangen, die morgen fallen müssten, gegenüber den zweitplatzierten Briten bei der EM in Blair Castle. Es müsste schon viel schief gehen, sollte das Team von Hans Melzer nicht mit Gold nach Hause fahren. Mit 122,70 Punkten führen die Deutschen vor Großbritannien mit 169,30 Punkten und den Franzosen mit 179,70 Punkten, die damit in guter Ausgangslage für ihre Rio-Qualifikation sind. Um den weiteren Platz für Rio streiten sich noch Schweden und Spanien, die auf Platz fünf und sechs liegen. Die Niederlande, die auf Position vier nach dem Gelände ist, hat sich bereits im vergangenen Jahr bei der WM qualifiziert.

Beste Chancen auf den Einzeltitel hat – einmal mehr – Michael Jung (GER), der mit dem jüngsten Pferd im Feld, fischerTakinou mit 33,5 Punkten zwei Abwürfe vor seiner Teamkollegin, der Weltmeisterin Sandra Auffarth mit Opgun Louvo, liegt (42,6). Als einer von nur drei Reiterin zeigte er in den schlechten Wetterverhältnissen eine fehlerfreie Runde in der Zeit. Jung könnte zum dritten Mal in Folge den Europameistertitel gewinnen. “Ich wusste, dass fischerTakinou schnell ist, aber wie er das heute gemacht hat, war unglaublich”, freute sich der Reiter aus dem Süden Deutschlands.

Sandra Auffarth & Opgun Louvo

Sandra Auffarth & Opgun Louvo

Für Sandra Auffarth war es im Cross nicht so einfach, weil sie zwischenzeitlich angehalten wurde – ein Hindernis musste repariert werden. Eine Situation, die sie mit Opgun Louvo noch nicht hatte. Doch der 13-jährige französische Wallach zeigte eine seiner besten Geländerunden, die er je hatte, auch wenn am Ende 11,2 Zeitstrafpunkte notiert werden mussten.

Auf Platz drei mit einer starken fehlerfreien Runde hat derzeit die Britin Izzy Taylor mit KBIS Birarlands Matilda inne mit 44,0 Punkten. Relativ eng ist es um die Medaillenplätze. Aus deutscher Sicht noch Chancen haben die beiden weiteren Teamreiter Ingrid Klimke mit Horseware Hale Bob, die auf Rang sechs mit 46,6 Punkten liegt sowie Dirk Schrade mit Hop and Skip auf Rang acht mit 48,3 Punkten. Stark auch die Leistung des deutschen Einzelreiters Peter Thomsen mit Horseware’s Barny, der derzeit auf Position zwölf die Nacht verbringt. Enttäuscht hingegen zeigte sich Bettina Hoy, die mit Deisgner eine Verweigerung hatte und noch 24,8 Zeitfehler kassierte und auf Rang 38 zurückfiel.

Fotos: FEI/Jon Stroud