Penelope Leprevost & Vagabond de la Pomme

Abreiten von Penelope Leprevost wird weiter untersucht

Während der dritten und finalen Wertungsprüfung beim Weltcup-Finale in Göteborg sorgte ein Einspieler vom live übertragenden Fernsehsender während im Scandinavium selbst an der Leinwand und an den Bildschirmen zu Hause für Aufruhr. Penelope Leprevosts Vagabond de la Pomme stolperte und ging in die Knie, fand aber gleich wieder seine Balance. Die Reiterin reagierte allerdings sehr scharf, zog den Kopf des Pferdes hoch und stach mit den Sporen in die Seiten. In den sozialen Netzwerken wird nun diskutiert, warum so ein Abreiten erlaubt sein kann.

Die schwedische Seite Tidningen Ridsport hat mit Chef-Stewardesse Maria Hernek gesprochen, die die Berichte an die FEI schreibt. Sie sagte, dass sie einen Report vom Steward am Abreiteplatz bekam, in dem gemeldet wurde, dass eine Überreaktion der Reiterin stattgefunden habe, die auch nicht akzeptabel sei. In so einem Fall gäbe es drei Möglichkeiten, zu reagieren. Die mildeste sei ein Dialog mit dem Reiter und Trainer. Der nächste Schritt ist eine mündliche Verwarnung und die dritte eine gelbe Karte. Erstere beiden hätten stattgefunden während des Turniers.

Das Verhalten der Reiterin sei allerdings nicht so schwerwiegend gewesen, dass man eine gelbe Karte hätte geben müssen. Die Bestrafung des Pferdes sei nicht länger als ein paar Sekunden gewesen, so Maria Hernek. Der Steward habe den Fall verfolgt, bis das Pferd wieder in der Balance gewesen sei.

Allerdings sind nun Filmsequenzen von SVT aufgetaucht, die zeigen, dass die Reiterin zwei Mal ihr Pferd bestraft hat. Die FEI hat nun die Möglichkeit, den Film nachträglich anzugucken, um disziplinarische Maßnahmen zu ergreifen. Das, so die Chef-Stewardesse, sei noch nicht erfolgt, aber wohl grundsätzlich möglich. Dafür allerdings sei ein nicht geschnittener Film nötig. Der Vorfall wird nun in der schwedischen Föderation weiter diskutiert, um über ein weiteres Vorgehen zu entscheiden.

Über Facebook kann man die besprochenen Szenen hier sehen.

Foto: Karl-Heinz Frieler