Ludo Philippaerts

725.000 Euro Schadensersatz für Ludo Philippaerts

Einige Jahre Rechtsstreit sind vergangen, bis es nun zu einer Entscheidung im Prozess zwischen dem belgischen Springreiter Ludo Philippaerts und den früheren Besitzern des Gestüts Arenberg kam. Ein Gericht in Antwerpen hat die früheren Besitzer zu 15-monatiger Haft und 2.750 Euro Strafe verurteilt.  Weiterhin müssen sie Ludo Philippaerts 725.000 Euro Schadensersatz bezahlen.

Den Angeklagten wurde bei einem Pferdeverkauf Betrug an Philippaerts nachgewiesen. Zusammen hatte das Gestüt Arenberg mit dem Gestüt Dorperheide (Philippaerts) in 2002 das Pferd Amaretto d’Arco für 17.000 Euro gekauft. Das Pferd stand auf dem Gestüt Arenberg in Malle. Am 18. August 2008 fand Philippaerts heraus, dass die Angeklagten Patrick S. und Louise M. das Pferd ohne sein Wissen an das amerikanische Zuchtunternehmen Spy Coast Farm verkauft hatten. Patrick S. hatte seinerzeit behauptet, 500.000 Euro für Amaretto d’Arco bekommen zu haben und wollte an Ludo Philippaerts die Hälfte zahlen. Doch heraus kam, dass das Pferd für 1.450.000 Euro verkauft wurde – Philippaerts reichte Klage ein. Bereits im November waren die beiden Beklagten zur Haftstrafe verurteilt worden, doch sie gingen in Berufung. Nun entschied das Berufungsgericht jedoch mit dem gleichen Strafmaß. Amaretto d’Arco lebt übrigens nicht mehr – er verstarb im vergangenen Jahr an einer Kolik.

Quelle: hln.be

Foto: Karl-Heinz Frieler